TJa, die kleine Zwischenepisode zwischen Episode II und III habe ich mir also auch angetan. Nach der Vorschau war ich echt nicht allzu begeistert, aber als Star-Wars-Fan möchte man sich dann doch anschauen *wie* sies verwurstet haben …
Und direkt der Anfang zeigte es schon. Kein typisches Star Wars Logo, keine Laufschrift, nichtmal die Originalmusik von John Williams, nur kurze Schnitte die zeigten was gerade passiert. Soviel schonmal dazu, da kommt nichtmal das gute alte Star Wars Feeling auf.
Anakin ist nun also ein ausgebildeter Jedi und bekommt von Yoda einen Padawan zugewiesen – ein Mädchen. Mitten in den Klonkriegen hat er sich um die ziemlich vorlaute kleine Ahsoka Tano zu kümmern. Nachdem der Sohn Jabbas, der offensichtlich süß wirken soll, entführt wird, werden Anakin und Ahsoka auf die Mission geschickt ihn zurück zu bringen. Die Übeltäterin war Asajj Ventress, Dienerin des Count Dooku. Die Entführung soll den Jedi angelastet werden um die von Jabba kontrollierten Hyperraumrouten des Outer Rim für die Sith zugänglich zu machen.
Charaktere wie Story wirken schon sehr konstruiert, die kleine Ahsoka zeigt schon deutlich auf welche Zielgruppe der Film zugeschnitten ist. Auch andere Nebencharaktere, wie zum Beispiel der lila-gelb bemalte, tuntig sprechende Onkel von Jabba, sind einfach nur schlecht. Die Kampfdroiden nerven auch, einer kann sich Zahlen nicht merken, einer verliert das Gleichgewicht, einer schreit „Wiesoooooooooo?“ als er von Ventress von einer Plattform geschmissen wird … alles ziemlich lächerlich.
Die vielen Kampfszenen hingegen sind relativ gut gelungen, ebenso positiv anzumerken ist, dass wir in der deutschen Synchronisation immerhin alle Originalsnychronsprecher hören dürfen – die Amis müssen sich da mit Ersatzstimmen für Anakin und Obi-Wan zufrieden geben.
Jedenfalls kommt der Pilotfilm zur Serie sehr bunt und kindisch rüber. Das ganze schaut doch sehr stark nach Geldmacherei aus. Wer sich jedoch noch ein bisschen das Kind im Manne erhalten hat wird an dem Film vielleicht Gefallen finden – ganz schlecht fand ich ihn auch nicht.
Fazit: Ein ganz netter Film für Kinder und Jugendliche, der mit den alten Star Wars-Teilen und dem dazugehörigen Feeling allerdings nicht mehr allzu viel zu tun hat.