Ein französicher Film ist also die erste Sneak zu der ich eine Review schreibe. 39,90, Originaltitel 99 Franc, passt da auch ganz gut. Schließlich ist das ein Film, der großartig in die Sneak passt, schon als ich die Vorschau gesehen habe dachte ich mir: „Das wäre ne coole Sneak“
Hauptperson und Erzähler ist Octave Parango (Jean Dujardin), der mit einem zynischen Blick auf die Gesellschaft über sein Leben berichtet. Er ist Texter bei Ross&Witchcraft, der größten Werbeagentur in Paris, alle (Octave eingeschlossen) bezeichnen ihn als Genie und er schwimmt im Geld. Doch sein Leben ist alles andere als traumhaft, wie man in der ersten Szene schon sieht, in der Parango sich von einem Hochhaus stürzt. Zuerst hat Octave noch Spaß an seinem Leben. „Ich mache die Welt nicht schöner, ich zerstöre sie.“ sagt er mit einem Grinsen auf dem Gesicht. Er liebt seine Kokainparties und die Frauen stehen Schlange.
Doch als Octave dann seine große Liebe Sophie kennenlernt, sie später aber aufgrund ihres gemeinsamen ungeborenen Kindes verlässt, dreht sich sein Leben. Er fängt an die Agentur und sein Leben generell zu hassen, und landet auf einem selbstzerstörerischen Trip.
Der Film zeichnet sich durch Close-Ups und schnelle Schnitte aus. Grelle Farben und Verzerrungen geben dem Zuschauer den Eindruck, selbst auf Drogen zu sein. Dazu kommt noch eine Comicsequenz, alles lässt den Film sehr abgedreht erscheinen. Doch im Grunde ist der Blick auf die Gesellschaft, in der man tagtäglich mit Werbung zugehauen wird, sehr real. Am Ende des Films erscheint der Satz „Jedes Jahr werden 500 Milliarden Doller für Werbung ausgegeben. Laut der UNO würden 10% dieser Summe reichen, um den Welthunger um die Hälfte zu reduzieren.“ auf dem Bildschirm und zeigt damit die Ernsthaftigkeit des Films.
Jan Kounen verflimte das gleichnamige Buch von Frédéric Beigbeder, welches autobiographische Züge trägt. Beigbeder war selbst Werbetexter bei einer großen Werbeagentur. Die Handlung lehnt sich allerdings nur an die des Buches an, so ist das Buch am Ende noch deutlich böser als der Film (was schon was heißen will). Der Titel bezieht sich auf den Originalpreis des Buches, DM 39,90.
Fazit: Tolle Gesellschaftssatire mit guten Lachern und großartigen Kamera-, Schnitt- und Spezialeffekten. Wer bitterböse Filme mag, muss sich diesen Film ansehen.
Ein toller Film. Mir hat er sehr gut gefallen =)
auch das ende fand ich sehr gelungen. Und das soll schon was heiussen!
Klasse Film mit sehr gelungenen visuellen Effekten. Aber vor allem der Humor war super, eine gute Mischung aus schwarzem, etwas surrealem und Situationskomik wo es angemessen war.
Bei dem Ende bin ich jetzt noch am überlegen was wohl die sinnigste Interpretation ist….ihr kennt das ja: Wie ist was verschachtelt.
Und ich frage mich, ob das nun wirklich zum Film gehört mit dem Doppelende …
Mittlerweile denke ich ist das zweite das „Happy-End“ wie es eigentlich sein sollte wenn dies ein Hollywood-, Werbe- oder Sonstwasschmonzettenunterschwellichglücklichmachmainstreamfilm gewesen wäre.
Das Erste ist logischer und auch mit dem Begin und Schluss (Plakat im Flug) verbunden. Das eine ist nun also das Ende wie es vom Verstand her sein sollte und das Zweite das fürs ‘Gefühl’.
Alternativ wäre das erste nur ein Traum gewesen, nur das funktioniert wegen dem Schluss nicht.
Und wenn das mit dem Doppelende sneakbezogen war dann hätte sie vorher was sagen müssen von wegen „Welches Ende findet ihr besser“…
vllt sagen die ja bei der nächsten Sneak was dazu.
Ich denke eigentlich, beide Enden gehören wirklich in den Film, ich denke das zweite stellt so eine Art Traum dar, den er während des Fallens hat.