So, das wäre dann erstmal die letzte Rezension einer Sneak. Da ich ja Sonntag ausziehe (hooray!), und es in Clausthal-Zellerfeld leider keine Sneak (immerhin ein Kino – mit einem Saal) gibt, hat sich das mit der Sneak leider erstmal erledigt (*schluchz*). Zweieinhalb Jahre waren wir nun ziemlich regelmäßig in der Sneak. Das heißt natürlich nicht dass ich komplett aufhören werde was zu schreiben, aber es werden nunmal keine Sneaks mehr sein, auch wenn wir versuchen werden zum Sneakmarathon wieder in Münster zu sein.
Als Abschluss nun also der zweite Teil von Guillermo del Toros Fantasyspektakel Hellboy.
Zur Story: Ach, unwichtig. Irgendwas mit einem Elfenprinzen der die Menschheit mithilfe der goldenen Armee vernichten will, die er mit einer Krone steuern kann, die er aber erst zusammen bauen muss. Das geht natürlich so nicht und die Jungs und Mädels vom Bureau for Paranormal Research and Defense versuchen ihn aufzuhalten. Wird es ihnen gelingen (*hust*)?
Der Film an sich spaltet das Publikum vermutlich ein wenig. Guillermo del Toros Kreaturen hasst man entweder oder man liebt sie. Abgedrehte Kostüme, immer verrücktere Charaktere und teilweise auch schöne stereotypen, diese dann aber überzogen und teilweise neu definiert/kombiniert. So entsteht eine bunte Fantasiewelt, die in sich gar nicht unbedingt schlüssig sein muss oder gar will, aber einen dennoch irgendwie in ihren Bann zieht. Naja, oder man hasst sie halt. Ich persönlich mag seinen Stil, so ist schon Pan’s Labyrinth eindeutig einer meiner Lieblingsfilme.
Dazu kommt dann noch del Toros filmisches Talent, solide Kamerafahrten, passend zur bunten Fantasiewelt und die wie ich finde perfekte Besetzung der Rollen. Die Schauspieler passen einfach. Außerdem nimmt sich der Film sowieso nicht so wirklich ernst, viele coole Sprüche deuten schon darauf hin, und teilweise wird es richtiggehend trashig, wobei trashig hier durchaus positiv gemeint ist.
Fazit: Buntes Spektakel, wer Guillermo del Toros Stil mag, dürfte auch diesen Film mögen. Es ist nicht so ein Meisterwerk wie Pan’s Labyrinth, aber dennoch ein netter Zeitvertreib. Wer del Toros Stil nicht mag, der spare sich diesen Film.